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Mensa 2.0: Die Omnimensa

Aktualisiert: März 6

Ein Bericht aus der Zukunft:

Digitale Wirtin Rosi sorgt für das leibliche Wohl der Studierenden


Lange Schlangen, fünf Minuten Zeit zum Essen und das zu Uhrzeiten, zu denen du eigentlich noch gar nicht hungrig bist? Die Betreiber der Omnimensa haben es sich zur Aufgabe gemacht, die modernsten Arten der Essensbeschaffung endlich auch im Unialltag aufzugreifen.

An der Uni Bavaria nutzt mittlerweile ein Großteil der Studenten „Rosi“, das digitale und smarte Assistenz-Programm der Omnimensa, das sich jeder Nutzer als App aufs Handy laden kann. „Jeder Student hat heutzutage andere Bedürfnisse,“ so Peter Neumeyer, Entwickler des Konzeptes. „Wir lernen im Team oder individuell, online oder in der Bibliothek, wir schlafen zwischendurch oder arbeiten auch mal im Café, alles ist dezentralisierter als noch vor einigen Jahren und die Übergänge zwischen Lernen und übrigem Leben sind sehr fließend.“


Mithilfe eines Lieferservices, der sich über die App steuern lässt, können sich Studierende und Lehrende nun zu jeder Tages- und Nachtzeit ein fertiges Gericht (inklusive Pfandgeschirr!) oder auch nur die Zutaten – Rosi hilft mit der Anleitung – zum Kochen bringen lassen. Und das entweder zu ihnen nach Hause oder in beliebige Räumlichkeiten ihres über die Stadt verteilten Campus. Rosi bietet dafür jeden Tag ein anderes saisonales Menü bestehend aus vier Gerichten an, das auf die individuellen Bedürfnisse, wie zum Beispiel Unverträglichkeiten, angepasst werden kann. Zudem erinnert einen die App an eine ausgewogene Ernährung und weist die Benutzer beispielsweise auf den Verzehr von zu vielen Kohlenhydraten oder zu wenig Gemüse hin.

„Bei aller Individualität besteht der Wunsch nach Zugehörigkeit und Gemeinschaft natürlich weiterhin,“ so die Entwickler. Daher funktioniert die App auch als Vernetzungstool, das Orte, an denen gemeinsam gekocht werden kann, oder sogenannte Omni-Cafés, in denen studentische Konditionen gelten, anzeigt. „Auch internationale Studierende, die für ein Auslandssemester in Bavaria sind, kommen so auf ihre Kosten,“ so Margot Kleihues, Geschäftsführerin der Mensa. „Neuzugänge verpassen keine Community Events mehr.“


Der Community-Gedanke hilft auch bei der Nachhaltigkeitsfunktion der App: wenn sich genügend Bestellende entlang einer Route für eine nachhaltige Lieferung finden, belohnt Rosi dies durch niedrigere Preise.


“DIE ÜBERGÄNGE ZWISCHEN LERNEN UND ÜBRIGEM LEBEN SIND SEHR FLIESSEND.“

Neben den Community Räumen und den Omni- Cafés, sind auch die Lernräume über einen Radius von 5 Kilometern in der Stadt verteilt. Nur sind sie alles andere als herkömmlich – modulare Möbel sorgen dafür, dass sie auch als Schlaf-, Seminar oder Partyraum genutzt werden können. Es ist also nicht wie so oft das ‚Entweder Oder‘, sondern das ‚Und‘. Und wer sich noch nicht ganz sicher ist, was er eigentlich will oder braucht, dem wird die freundliche digitale Wirtin Rosi sicher aushelfen können.


Charlotte Wiedemann, freie Journalistin

www.omnimensa-bavaria.de



Das Projekt Mensa 2.0: Die Zukunft der Hochschulkantine skizziert vier potentielle Zukunftsszenarien und zeigt Interventionsfelder für Innovationen auf. Die vier Szenarien einer Zukunftsmensa wurden in Form von Zukunftsmahlzeiten und Postern visualisiert und erfahrbar gemacht, sowie in fiktiven Zeitungsartikeln und Fact Sheets beschrieben. Der hier veröffentlichte Bericht ist der zweite von vier Zeitungsartikeln aus der Zukunft.

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